The Polygon Gallery
Robert Stefanowicz

Schwebend, schimmernd, die Stadt Vancouver umrahmend

Patkau Architects als Architekten

Die Polygon Gallery ist die Wiedergeburt der Presentation House Gallery, die seit mehr als vierzig Jahren eine leidenschaftlich unabhängige Institution für Fotografie und Medien in North Vancouver ist. Das Gebäude, das mehr für den Standort als für die Reaktion des Standorts verantwortlich ist, steht an der Front der Erneuerung der städtischen Uferpromenade, wo die Infrastruktur neu gestaltet wird und die Kultur der industriellen Vergangenheit entwachsen ist. Die Galerie behauptet ihre Bedeutung im sozialen und kulturellen Leben von North Vancouver, indem sie eine Figur der unerschrockenen Verjüngung hervorhebt.

 

Die Hauptmasse des Gebäudes ist vom Grundriss abgehoben, um freien Zugang zu einem neuen öffentlichen Platz und einen weiten Blick auf die Skyline von Vancouver über den Burrard Inlet zu ermöglichen. Sein ikonisches, sägezahnförmiges Profil ist mit Schichten aus verspiegeltem Edelstahl unter einer Streckmetalldecke verkleidet. Das Wechselspiel zwischen den beiden Materialien verleiht der einzigartigen Masse eine flüchtige Tiefe, die sich mit dem jahreszeitlichen Sonnenlicht und der Abendstimmung verschiebt.

 

Der Direktor der Galerie, Reid Shier, forderte einen Galerieraum ohne Hindernisse, mit Böden und Wänden, in die man hineinschneiden kann, Decken, an denen in jeder Position alles aufgehängt werden kann, Zugang zu Strom und Medien an jedem Ort, eine natürliche oder kontrollierbare Beleuchtung. Die Hauptgalerie ist somit als fertiges Instrument für Kreativität konzipiert, mehr Studio als Museum. Die strukturelle Muskulatur des Gebäudes erfüllt den doppelten Zweck, die Galerie anzuheben und einen klaren Raum zu schaffen, der von oben vollständig von Tageslicht mit diffusem Nordlicht beleuchtet oder verdunkelt wird. Ein System von Stahlpfetten dient als Stromschiene für Beleuchtung, Daten, Medien, hängende Arbeiten und temporäre Trennwände. Der robuste und leicht zu flickende Eichenfußboden verfügt über einen durchgehenden zentralen Kanal für Belüftung, Elektrik und Datenschächte, der einen leichten Zugang zu freistehenden Arbeiten und temporären Trennwänden jeder Konfiguration ermöglicht.

 

Im Obergeschoss befindet sich auch eine große, flexible Veranstaltungsgalerie für Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und private Veranstaltungen. Seine gesamte Südwand ist ein funktionsfähiges verglastes Panorama mit Blick auf den Burrard Inlet und Vancouver. Neben dem voll verglasten Eingang und der Lobby gibt es auf der unteren Ebene kleine Einzelhandelsflächen, die zur Diversifizierung der Uferbebauung beitragen, sowie ein Café, das die weitläufige Aussicht nach Süden teilt. Diese feinkörnigen Nutzungen auf Straßenebene machen das Gebäude zu einem Anziehungspunkt für das wachsende soziale Leben an der Wasserfront der Stadt und teilen die Energie der Galerie mit dem öffentlichen Raum. Der Platz, der auf diese Weise durch die Galerie aktiviert wird, bildet einen neuen kulturellen Knotenpunkt für North Vancouver und stärkt das Gefühl der lokalen Identität einer kleinen Stadt, die an eine größere und prominentere Stadt angrenzt.

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